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11.04.2011 - 2. TT – Bundesliga – TuS 92 gegen Hertha BSC Berlin auf Tauchstation

2. TT – Bundesliga – TuS Celle 92 gegen Hertha BSC Berlin auf Tauchstation

 

In ihrem letzten Heimspiel gingen die Celler Spieler am vergangenen Sonntag gegen den BSC Berlin mit 1 : 9 unter. Lediglich der Kopf von Alexander Huuk ragte noch aus dem Wasser und somit blieb es ihm vorbehalten, die Ehre der Mannschaft zu retten. Als zusätzlicher Trost wurde bereits der abschließende gute 7. Tabellenplatz der Saison 2010/2011 vorfristig für die Herzogstädter in Stein gemeißelt.

“Feuerwerks – Tischtennis” sieht anders aus.

Mit einem Sieg wollte sich die Mannschaft des TuS Celle 92 bei ihren Fans aus ihrer ersten Zweitligasaison verabschieden. Stattdessen kassierte man die bisher höchste Saisonniederlage. Um ein traditionelles Top – Team, wie Hertha BSC Berlin in Bestbesetzung, gefährden zu können, muss aber alles stimmen. Es hilft auch nichts, eine derartig hohe Niederlage schönzureden, sondern man muss der Ursache hierfür auf den Grund gehen.

Schon unmittelbar vor Beginn der Partie wurde durch die offizielle Verabschiedung langgedienter Celler Spieler klar, dass das Spiel von keinem fröhlichen Charakter getragen werden würde. So sehr sich jeder einzelne Spieler später auch bemühte, Haltung zu bewahren und sein Bestes zu geben, lag doch ständig ein Hauch von Bedrückung in der Luft und die Anspannung ließ keine Unbeschwertheit zu.

 

Noch am Vortag gastierten die Hauptstädter in Bergneustadt und hinterließen dort mit ihrem 9 : 0 Sieg aus sportlicher Sicht “verbrannte Erde”. Das wiederum half den Herzogstädtern, wenigstens ihren guten 7. Tabellenplatz zu zementieren, unabhängig davon, wie das letzte Spiel am 17.04. beim SV Siek ausgehen wird.

Zum Auftakt der Partie scheiterten beide neuformierten Spitzendoppel jeweils chancenlos mit 0 : 3 . Lars Petersen ließ es sich danach nicht nehmen und stellte sich, trotz angeschlagener Gesundheit gemeinsam mit Richard Hoffmann zum Doppel Drei, seinen Gegnern. Er beharrte darauf, sich bei seinen Fans unbedingt mit einem Spiel zu verabschieden und für diese Einstellung kann man ihn nicht hoch genug loben.

Beide Spieler konnten sich mit unbändigem Einsatz auch tatsächlich eine 2 : 1 Führung erkämpfen, bevor sie im fünften Satz doch noch dem starken Berliner Doppel drei mit Andy Römhild und Sven Kath unterlagen.

Danach scheiterten Hermann Mühlbach, Arne Hölter und Erik Schreyer jeweils mit 1 : 3 an Sebastian Borchardt, Miroslav Bindatsch und Andy Römhild. Doch Richard Hoffmann durchbrach im vierten Einzel des Tages die 1 : 3 Serie. Leider nicht im positiven Sinne, denn er verlor gegen Georg Böhm glatt mit 0 : 3.

Jetzt stemmte sich der wiedergenesene und wiedererstarkte Alexander Huuk in Manier seines Namensvetters “Alexander der Große” gegen die energischen Angriffe seines Gegners Irfan Cekic. Belohnt wurde dieses Aufbegehren mit dem ersten Erfolg für sein Team an diesem Tag.  Alexander Huuk siegte mit 3 : 1. Doch es sollte der einzige Lichtblick bleiben.

Schon Falko Turner stimmte erneut in den “Trauermarsch der 1 : 3 Niederlagen” der Mehrheit seiner Kameraden ein und beugte sich mit diesem Resultat Sven Kath.

Schließlich vermochte es nun auch Hermann Mühlbach bei seiner gleichlautenden Niederlage gegen Miroslav Bindatsch nicht mehr, etwas an den Tatsachen zu ändern. Zwar konnte er noch ein paar spektakuläre Ballwechsel hervorzaubern, zu einem Sieg oder wenigstens einem fünften Satz, reichte es aber auch bei ihm nicht mehr.

Es war ein Tag bei herrlichem Frühlingswetter. In der Halle der Altstädter Schule herrschte indes eher trauriges Herbstwetter. So hart es sich auch anhören mag, aber die Stimmungslage der Spieler und die traurige 1 : 9 Niederlage – beides passte zueinander. Jeder leiseste Vorwurf an einen der Spieler wäre deshalb völlig fehl am Platze.

In einem waren sich allerdings Fans und Vereinsverantwortliche nach dem Spiel völlig einig: Wenn in circa einem halben Jahr die zweite Zweitligasaison in Celle eingeläutet werden wird, will man wieder nur noch eines sehen : “Feuerwerks – Tischtennis” !


Frank Brinkmann
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